Hier sieht man einen ausgestalteten Raum der Künstlerin Sarah Lucas. Die Wände sind plakatiert mit Zeitungsseiten, an der linken Wand hängt ein fotografisches Selbstportrait mit Spiegeleiern auf der Brust platziert. In dem Selbstbildnis sitzt sie auf einem Stuhl, der auf einem schachbrettartigen Untergrund steht. Diese zwei Gegenstände finden sich auch in dem Raum wieder, der Stuhl ist nun auch mit Zeitungsausschnitten versehen worden. Davor befindet sich eine Art Mobile mit Spiegeleiern, Tasse, Banane und alter Bananenschale.

Art from the UK

| Teil 1, Sammlung Goetz

| Teil 2, Sammlung Goetz

„Wenn man sich die britische Kunst der neunziger Jahre noch einmal etwas genauer ansieht und man den unnötigen Rummel darum abzieht, dann beweisen diese Künstler*innen eine Sensibilität und Raffinesse, eine Art schamlose Beherztheit in der phantasievollen und direkten Konfrontation mit den drei großen Themen der Menschheit – Leben, Tod und Sex –, durch die sie ihrem Ruf durchaus gerecht werden.“ Gilda Williams

Mit Angela Bulloch, Willie Doherty, Tracey Emin, Douglas Gordon, Mona Hatoum, Abigail Lane, Sarah Lucas, Sam Taylor Wood und Rachel Whiteread.

Ende der 1980er Jahre entwickelte sich vor dem Hintergrund der Popkultur in London eine aufregende neue Kunstszene. Mit ihrer frechen, anzüglichen und unverblümten Bildsprache thematisierten sie grundlegende gesellschaftspolitische Fragen zur Sexualität, Identität, Macht, Unterdrückung und Ausgrenzung. In einer leerstehenden Lagerhalle in den Docklands von London veranstaltete Damien Hirst 1988 die legendäre Ausstellung Freeze und begründete damit den Mythos der Young British Artists. Ihren Erfolg auf dem Kunstmarkt verdanken sie dem Engagement des Werbe-Moguls Charles Saatchi, der die Ausstellung besuchte und begann die noch jungen britischen Künstler*innen zu sammeln. 1997 zeigte er sie in der Ausstellung Sensation in der Royal Akademie in London.

Ingvild Goetz hat die aktuelle Entwicklung der britischen Kunstszene mit großem Interesse verfolgt. In ihrer Sammlung befinden sich Schlüsselwerke der Young British Artists, wie etwa der Smoking Room (1997) von Sarah Lukas, Untitled / Concave and Convex Beds (1992) von Rachel Whiteread oder Why I Never Became a Dancer (1995) von Tracey Emin. Die zweiteilige Ausstellung Art from the UK präsentiert Installationen, Filme, Fotografien und Arbeiten auf Papier aus den 1990er Jahren von neun britischen Künstler*innen aus dem Sammlungsbestand.

 

Teil 1: Douglas Gordon, Mona Hatoum, Abigail Lane, Rachel Whiteread, 27. Oktober 1997 – 28. Februar 1998
Teil 2: Angela Bulloch, Willie Doherty, Tracey Emin, Sarah Lucas, Sam Taylor Wood, 30. März – 2. August 1998

Art from the UK

172 Seiten, 111 Abb., Hardcover
Deutsch/Englisch
1997, Kunstverlag Ingvild Goetz GmbH, Hamburg
ISBN 3-9805267-3-9

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Imi Knoebel

Sammlung Goetz

Herbst/Winter 2021

Mit einer retrospektiven Ausstellung ehrt die Sammlung Goetz den Künstler Imi Knoebel zu seinem 80. Geburtstag. Gezeigt wird die gesamte Bandbreite seines künstlerischen Schaffens angefangen von den Schwarzweißfotografien aus den 1960er Jahren, über Collagen aus mehrfarbigem Papier, Objekten aus Betonguss bis hin zu seinen jüngsten Malereien in Acryl auf Aluminium. Die Präsentation umfasst dabei nicht nur seine geometrisch minimalistisch anmutenden Werke, sondern auch bisher wenig gezeigte expressive Malereien aus den 1980er Jahren.

Barbara Kasten. Works

Sammlung Goetz BASE 103

Herbst/Winter 2021

Die US-amerikanische Künstlerin Barbara Kasten hat von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart ein beeindruckendes künstlerisches Werk geschaffen. Im Zentrum stehen ihre abstrakt-geometrischen Farbfotografien aus den 1980er Jahren, die sich dem Wechselspiel von Licht und Schatten widmen und dabei neue Raumerfahrungen bieten. Die Sammlung Goetz, die über umfangreiche Werkbestände von Barbara Kasten verfügt, hat in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin in Europa konzipiert. Eine Auswahl der umfangreichen Retrospektive wird in den Räumen der Sammlung Goetz in München zu sehen sein.

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